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Ratgeber

Energieausweis Effizienzklassen: A+ bis H erklärt

Die komplette Skala mit kWh-Werten, Farbskala und praktischen Tipps zur Verbesserung Ihrer Energieklasse.

Die Energieeffizienzklasse auf dem Energieausweis reicht von A+ (sehr effizient) bis H (sehr ineffizient) und beruht auf dem Energiekennwert in kWh/(m²·a). Sie zeigt Käufern und Mietern auf einen Blick, wie viel Energie ein Gebäude verbraucht. In diesem Ratgeber finden Sie die vollständige Tabelle, die Bedeutung der Farbskala und konkrete Tipps zur Verbesserung.

Die Effizienzklassen A+ bis H im Überblick

Der Energieausweis ordnet jedes Gebäude anhand seines Energiekennwerts einer von neun Klassen zu. Maßgeblich ist der Endenergie- beziehungsweise Bedarfswert in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr, kurz kWh/(m²·a). Je niedriger der Wert, desto besser die Klasse. Die vollständige Skala reicht von A+ bis H:

  • A+: unter 30 kWh/(m²·a) – Passivhaus-Niveau
  • A: 30–50 – sehr effizienter Neubau
  • B: 50–75 – guter Neubau oder Sanierung
  • C: 75–100
  • D: 100–130
  • E: 130–160
  • F: 160–200
  • G: 200–250
  • H: über 250 – unsanierter Altbau

Diese Grenzwerte gelten bundesweit einheitlich, sodass sich Gebäude direkt miteinander vergleichen lassen. Ihr persönlicher Wert steht gut sichtbar auf der zweiten Seite des Energieausweises. So erkennen Sie sofort, ob Ihr Haus im effizienten grünen oder im teuren roten Bereich der Skala liegt.

Gute und schlechte Klassen: Farbskala und Bedeutung

Auf dem Energieausweis sind die Klassen mit einer Farbskala von Grün bis Rot hinterlegt. Grün kennzeichnet effiziente Gebäude (A+ bis B), Gelb und Orange den mittleren Bereich (C bis E) und Rot die ineffizienten Häuser (F bis H). Eine gute Klasse wie A oder B bedeutet niedrige Heizkosten, hohen Wohnkomfort und in der Regel einen höheren Immobilienwert. Klassen ab F signalisieren dagegen einen deutlichen Sanierungsbedarf und höhere laufende Kosten.

Für Käufer und Mieter ist die Klasse ein zentrales Entscheidungskriterium. Sie muss deshalb in jeder kommerziellen Immobilienanzeige als Pflichtangabe genannt werden – zusammen mit der Art des Ausweises, dem wesentlichen Energieträger der Heizung, dem Baujahr und dem Energiekennwert. Fehlt die Angabe, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit nach GEG, die mit bis zu 10.000 € geahndet werden kann. Achten Sie beim Verkauf oder der Vermietung daher frühzeitig auf einen gültigen Ausweis.

So verbessern Sie Ihre Energieeffizienzklasse

Die Effizienzklasse ist kein festes Schicksal – mit gezielten Maßnahmen an Gebäudehülle und Technik lässt sie sich spürbar verbessern. Typische Ansatzpunkte sind:

  • Dämmung von Fassade, Dach und oberster Geschossdecke
  • Austausch alter Fenster gegen moderne Wärmeschutzverglasung
  • Erneuerung der Heizung, etwa durch eine Wärmepumpe
  • Dämmung der Kellerdecke und Optimierung der Heizungsregelung

Nach einer wesentlichen Sanierung sollten Sie einen neuen Energieausweis ausstellen lassen, damit die verbesserte Klasse dokumentiert ist. Besonders aussagekräftig ist dabei der Bedarfsausweis: Er bewertet die Gebäudehülle rechnerisch und zeigt konkrete Einsparpotenziale auf, während der Verbrauchsausweis nur das bisherige Nutzerverhalten abbildet. Die Klasse darf ausschließlich ein qualifizierter Aussteller nach GEG vergeben; jeder Ausweis erhält eine Registriernummer. Als DENA-gelisteter und BAFA-zugelassener Energieberater stellt eco Energieberater Verbrauchs- und Bedarfsausweise bundesweit zum Festpreis aus – inklusive kostenloser Erstberatung.

Häufige Fragen

Welche Energieeffizienzklasse ist gut?

Als gut gelten die oberen Klassen A+, A, B und C. Sie stehen für einen niedrigen Energiekennwert von unter 100 kWh/(m²·a) und damit für geringe Heizkosten und einen guten baulichen Zustand. Neubauten erreichen meist A oder B, gut sanierte Bestandsgebäude häufig C. Die Klassen D und E liegen im Mittelfeld, während F, G und H auf einen hohen Verbrauch und Sanierungsbedarf hindeuten. Welche Klasse realistisch ist, hängt stark vom Baujahr und Modernisierungsstand des Gebäudes ab.

Was bedeutet Effizienzklasse H beim Energieausweis?

Die Klasse H ist die schlechteste Stufe der Skala und umfasst alle Gebäude mit einem Energiekennwert über 250 kWh/(m²·a). Sie ist rot markiert und steht typischerweise für unsanierte Altbauten mit schlechter Dämmung und veralteter Heiztechnik. Für Eigentümer bedeutet das hohe Heizkosten und meist einen geringeren Verkaufs- oder Vermietungswert. Gleichzeitig ist das Einsparpotenzial hier am größten: Bereits einzelne Sanierungsschritte wie eine neue Heizung oder eine Fassadendämmung können die Klasse deutlich anheben.

Wie wird die Energieeffizienzklasse berechnet?

Grundlage ist immer der Energiekennwert in kWh/(m²·a), der anschließend der Skala von A+ bis H zugeordnet wird. Beim Verbrauchsausweis stammt dieser Wert aus den Heizkostenabrechnungen der letzten drei Jahre und spiegelt das tatsächliche Nutzerverhalten wider. Beim Bedarfsausweis wird der Wert rechnerisch aus der Gebäudehülle, den Bauteilen und der Anlagentechnik ermittelt und ist damit unabhängig vom Bewohner. Deshalb kann dasselbe Gebäude je nach Ausweisart eine leicht abweichende Klasse erhalten.

Muss die Effizienzklasse in der Immobilienanzeige angegeben werden?

Ja. In kommerziellen Immobilienanzeigen ist die Energieeffizienzklasse eine gesetzliche Pflichtangabe nach dem Gebäudeenergiegesetz. Zusätzlich müssen die Art des Energieausweises, der wesentliche Energieträger der Heizung, das Baujahr und der Energiekennwert genannt werden. Fehlen diese Angaben oder liegt gar kein gültiger Ausweis vor, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von bis zu 10.000 € geahndet werden kann. Ein gültiger Ausweis muss zudem spätestens bei der Besichtigung vorgelegt werden.

Wie kann ich meine Energieeffizienzklasse verbessern?

Die Klasse verbessert sich, wenn der Energiebedarf des Gebäudes sinkt. Wirksame Maßnahmen sind die Dämmung von Dach, Fassade und Kellerdecke, der Austausch alter Fenster sowie eine moderne, effiziente Heizung wie eine Wärmepumpe. Nach einer wesentlichen Sanierung lohnt sich ein neuer Energieausweis, der die bessere Klasse dokumentiert. Der Bedarfsausweis zeigt dabei gezielt auf, welche Bauteile am meisten Energie verlieren. Der DENA-gelistete eco Energieberater berät Sie bundesweit und stellt den passenden Ausweis zum Festpreis aus.

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