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Ratgeber

Solarthermie Förderung 2026: KfW und BAFA im Überblick

Förderhöhe, KfW vs. BAFA, Kombination mit der Wärmepumpe und alle Voraussetzungen auf einen Blick.

Eine Solarthermieanlage senkt Ihre Heizkosten und wird 2026 mit bis zu 70 % über die KfW-Heizungsförderung bezuschusst. Ob KfW oder BAFA, wie die Kombination mit einer Wärmepumpe funktioniert und welche Voraussetzungen gelten – hier erfahren Sie es kompakt und verständlich.

Wie hoch ist die Solarthermie-Förderung 2026?

Wie hoch Ihre Förderung für eine Solarthermieanlage ausfällt, hängt vor allem davon ab, welche Aufgabe die Anlage übernimmt. Dient die Solarthermie als erneuerbare Heizung oder hilft sie, die gesetzliche 65-Prozent-Pflicht des Gebäudeenergiegesetzes zu erfüllen, läuft die Förderung über die KfW-Heizungsförderung (KfW 458). Den Kern bildet eine Grundförderung von 30 % der förderfähigen Kosten, die sich durch mehrere Boni deutlich steigern lässt.

  • Grundförderung: 30 % für jede förderfähige Solarthermieanlage
  • Klimageschwindigkeits-Bonus: zusätzlich 20 % beim Austausch einer alten fossilen Heizung
  • Einkommens-Bonus: bis zu 30 % bei geringerem zu versteuerndem Haushaltseinkommen
  • Effizienz-Bonus: für besonders effiziente Anlagen

Die Boni sind miteinander kombinierbar, insgesamt sind jedoch maximal 70 % Zuschuss möglich. Die förderfähigen Höchstkosten liegen bei 30.000 Euro für die erste Wohneinheit. Rechnerisch erreichen selbstnutzende Eigentümer damit bis zu 21.000 Euro Zuschuss. Die tatsächlichen Kosten hängen je nach Kollektorfläche und Speicher stark ab, weshalb sich eine frühe Beratung lohnt.

KfW oder BAFA: Welcher Förderweg passt?

Für Solarthermie gibt es 2026 grundsätzlich zwei Förderwege, und die richtige Wahl entscheidet über die Höhe Ihres Zuschusses. Ausschlaggebend ist, ob die Anlage Ihre Heizung ersetzt beziehungsweise die 65-Prozent-Erneuerbare-Pflicht mit erfüllt oder ob sie eine bestehende Heizung lediglich ergänzt.

Über die KfW-Heizungsförderung (KfW 458) wird Solarthermie gefördert, wenn sie als erneuerbare Heizung dient – etwa zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung im Zuge eines Heizungstauschs. Dann greifen die 30 % Grundförderung plus die genannten Boni bis maximal 70 %, bezogen auf förderfähige Höchstkosten von 30.000 Euro.

Ist die Solarthermie dagegen eine reine Ergänzung als Einzelmaßnahme, kann sie über die BAFA-Einzelmaßnahmen (BEG EM) mit 15 % gefördert werden. Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) kommen weitere 5 % hinzu, sodass 20 % erreichbar sind. Welcher Weg für Sie günstiger ist, hängt vom konkreten Sanierungsvorhaben ab – als DENA-gelisteter und BAFA-zugelassener Energieberater prüfen wir das für Sie und übernehmen die komplette Antragstellung.

Voraussetzungen und Kombination mit der Wärmepumpe

Damit die Förderung tatsächlich fließt, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Bei der KfW-Heizungsförderung ist ein hydraulischer Abgleich nach Verfahren B mit raumweiser Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 verpflichtend. Ebenso wichtig: Der Förderantrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt werden, sonst entfällt der Anspruch.

Ein großer Vorteil der Solarthermie ist ihre Kombinierbarkeit mit anderen erneuerbaren Systemen:

  • Mit einer Wärmepumpe: Die Solaranlage übernimmt einen Teil der Warmwasserbereitung und entlastet die Wärmepumpe besonders in der Übergangszeit
  • Mit einer Biomasseheizung wie einem Pellet- oder Scheitholzkessel
  • Als Baustein, um die GEG-65-Prozent-Regel im Rahmen eines Gesamtkonzepts zu erfüllen

Für die passende Auslegung lohnt sich ein individueller Sanierungsfahrplan. Dieser wird über die BAFA-Energieberatung zu 50 % gefördert, Ihr Eigenanteil liegt bei maximal 650 beziehungsweise 850 Euro. Zusätzlich sichert der iSFP den 5-Prozent-Bonus auf förderfähige Einzelmaßnahmen und gibt Ihnen einen klaren Fahrplan an die Hand.

Häufige Fragen

Wird Solarthermie 2026 noch gefördert?

Ja. Solarthermie wird 2026 weiter gefördert. Dient sie als erneuerbare Heizung oder zur Erfüllung der 65-Prozent-EE-Pflicht, läuft die Förderung über die KfW-Heizungsförderung (KfW 458) mit 30 % Grundförderung und Boni bis maximal 70 %. Als reine Ergänzung ist eine BAFA-Förderung von 15 % plus 5 % iSFP-Bonus möglich.

Wie hoch ist die maximale Förderung für Solarthermie?

Über die KfW-Heizungsförderung sind maximal 70 % Zuschuss möglich – aus 30 % Grundförderung, 20 % Klimageschwindigkeits-Bonus und bis zu 30 % Einkommens-Bonus. Die förderfähigen Höchstkosten betragen 30.000 Euro für die erste Wohneinheit, sodass rechnerisch bis zu 21.000 Euro Zuschuss erreichbar sind.

KfW oder BAFA – was ist für Solarthermie besser?

Das hängt von der Rolle der Anlage ab. Erfüllt die Solarthermie im Rahmen eines Heizungstauschs die 65-Prozent-Pflicht mit, ist die KfW-Heizungsförderung (bis 70 %) meist deutlich attraktiver. Als reine Einzelmaßnahme bleibt der BAFA-Weg mit 15 % plus 5 % iSFP-Bonus. Wir prüfen im Einzelfall, welcher Weg günstiger ist.

Kann ich Solarthermie mit einer Wärmepumpe kombinieren?

Ja, die Kombination ist sinnvoll und förderfähig. Die Solarthermie übernimmt einen Teil der Warmwasserbereitung und entlastet die Wärmepumpe, vor allem in der Übergangszeit. Gemeinsam erfüllen beide die GEG-65-Prozent-EE-Regel. Auch die Kombination mit einer Biomasseheizung wie einem Pelletkessel ist möglich.

Welche Voraussetzungen gelten für die Solarthermie-Förderung?

Für die KfW-Heizungsförderung ist ein hydraulischer Abgleich nach Verfahren B mit raumweiser Heizlastberechnung (DIN EN 12831) verpflichtend. Der Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt werden. Ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) wird zu 50 % gefördert und sichert einen zusätzlichen 5-Prozent-Bonus.

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