Leipzig hat einen Wohngebäudebestand, der sich deutlich vom Bundesdurchschnitt unterscheidet. Mit rund 62 % unsanierter Bausubstanz und einer typischen Baualtersklasse "vor 1948 (44%)" zeigt sich hier der klassische Hebel für energetische Sanierung: Gebäude mit veralteter Wärmedämmung, überdimensionierten Öl- oder Gas-Heizungen und einfachverglasten Fenstern aus der Nachkriegszeit.
Der typische Gebäudestock in Leipzig umfasst Gründerzeit-Altbauten (teils unsaniert), Plattenbauten Grünau, moderne Neubauten. Diese Gebäudetypen haben jeweils spezifische Sanierungspfade: Bei Gründerzeit-Altbauten lohnt sich fast immer eine Innendämmung (wegen Denkmalschutz außen), bei Nachkriegsbauten aus den 50er–70er Jahren ist die Dachdämmung der schnellste Hebel, bei Plattenbauten ist ein Heizungstausch mit gleichzeitiger Regelung oft ausreichend.
Klimatisch liegt Leipzig bei durchschnittlich 1660 Sonnenstunden pro Jahr und 3350 Heizgradtagen. Das bedeutet: Wärmepumpen erreichen hier realistisch Jahresarbeitszahlen von 3,5–4,2, Photovoltaik-Anlagen erwirtschaften ca. 950–1.050 kWh pro installiertem kWp pro Jahr — alles wirtschaftlich, aber mit Unterschieden zu Süddeutschland oder der Ostsee-Küste.
Wir beraten in Leipzig regelmäßig Eigentümer in Zentrum, Plagwitz, Gohlis, Lindenau, Connewitz. Die Zusammenarbeit mit dem lokalen Netzbetreiber Netz Leipzig GmbH ist eingespielt — von der Netzanschlussanmeldung für Wärmepumpen bis zur PV-Einspeisung. Zusätzlich zur bundesweiten BAFA-Förderung prüfen wir für jedes Projekt auch Sächsisches Förderprogramm Energetische Sanierung, die sich mit den Bundesmitteln kombinieren lässt und oft übersehene Zusatzförderung schafft.
Hinweis für Leipzig: Höchster Altbauanteil der großen Städte Deutschlands, hoher Sanierungsbedarf