Schwerin hat einen Wohngebäudebestand, der sich deutlich vom Bundesdurchschnitt unterscheidet. Mit rund 59 % unsanierter Bausubstanz und einer typischen Baualtersklasse "gemischt" zeigt sich hier der klassische Hebel für energetische Sanierung: Gebäude mit veralteter Wärmedämmung, überdimensionierten Öl- oder Gas-Heizungen und einfachverglasten Fenstern aus der Nachkriegszeit.
Der typische Gebäudestock in Schwerin umfasst Residenzstadt mit Schloss-Ensemble, Plattenbauten Großer Dreesch, Gründerzeit. Diese Gebäudetypen haben jeweils spezifische Sanierungspfade: Bei Gründerzeit-Altbauten lohnt sich fast immer eine Innendämmung (wegen Denkmalschutz außen), bei Nachkriegsbauten aus den 50er–70er Jahren ist die Dachdämmung der schnellste Hebel, bei Plattenbauten ist ein Heizungstausch mit gleichzeitiger Regelung oft ausreichend.
Klimatisch liegt Schwerin bei durchschnittlich 1620 Sonnenstunden pro Jahr und 3330 Heizgradtagen. Das bedeutet: Wärmepumpen erreichen hier realistisch Jahresarbeitszahlen von 3,5–4,2, Photovoltaik-Anlagen erwirtschaften ca. 950–1.050 kWh pro installiertem kWp pro Jahr — alles wirtschaftlich, aber mit Unterschieden zu Süddeutschland oder der Ostsee-Küste.
Wir beraten in Schwerin regelmäßig Eigentümer in Schelfstadt, Altstadt, Werdervorstadt, Großer Dreesch, Mueßer Holz. Die Zusammenarbeit mit dem lokalen Netzbetreiber WEMAG Netz GmbH ist eingespielt — von der Netzanschlussanmeldung für Wärmepumpen bis zur PV-Einspeisung. Zusätzlich zur bundesweiten BAFA-Förderung prüfen wir für jedes Projekt auch M-V Förderung energetische Sanierung, die sich mit den Bundesmitteln kombinieren lässt und oft übersehene Zusatzförderung schafft.