Neuss hat einen Wohngebäudebestand, der sich deutlich vom Bundesdurchschnitt unterscheidet. Mit rund 58 % unsanierter Bausubstanz und einer typischen Baualtersklasse "gemischt" zeigt sich hier der klassische Hebel für energetische Sanierung: Gebäude mit veralteter Wärmedämmung, überdimensionierten Öl- oder Gas-Heizungen und einfachverglasten Fenstern aus der Nachkriegszeit.
Der typische Gebäudestock in Neuss umfasst Römerstadt mit mittelalterlicher Altstadt, Gründerzeit-Industriearchitektur. Diese Gebäudetypen haben jeweils spezifische Sanierungspfade: Bei Gründerzeit-Altbauten lohnt sich fast immer eine Innendämmung (wegen Denkmalschutz außen), bei Nachkriegsbauten aus den 50er–70er Jahren ist die Dachdämmung der schnellste Hebel, bei Plattenbauten ist ein Heizungstausch mit gleichzeitiger Regelung oft ausreichend.
Klimatisch liegt Neuss bei durchschnittlich 1555 Sonnenstunden pro Jahr und 3170 Heizgradtagen. Das bedeutet: Wärmepumpen erreichen hier realistisch Jahresarbeitszahlen von 3,5–4,2, Photovoltaik-Anlagen erwirtschaften ca. 950–1.050 kWh pro installiertem kWp pro Jahr — alles wirtschaftlich, aber mit Unterschieden zu Süddeutschland oder der Ostsee-Küste.
Wir beraten in Neuss regelmäßig Eigentümer in Innenstadt, Derikum, Grimlinghausen, Norf, Furth. Die Zusammenarbeit mit dem lokalen Netzbetreiber Stadtwerke Neuss Netze GmbH ist eingespielt — von der Netzanschlussanmeldung für Wärmepumpen bis zur PV-Einspeisung. Zusätzlich zur bundesweiten BAFA-Förderung prüfen wir für jedes Projekt auch Neusser Klimaschutzförderung, die sich mit den Bundesmitteln kombinieren lässt und oft übersehene Zusatzförderung schafft.